Qualifizierungsinitiative


 

Zukunft mitdenken: unser Bildungsprojekt für Journalisten

Das gemeinnützige Netzwerk Weitblick hat im Juli 2016 eine journalistische Qualifizierungsinitiative zum Querschnittsthema Nachhaltigkeit gestartet.

Die Qualifizierungsinitiative

Nachhaltigkeit – das klingt für viele immer noch nach Tofu statt Rindfleisch oder Radtour statt Karibikurlaub, kurz: nach Verzicht statt Genuss. Doch Nachhaltigkeit befasst sich mit globalen Herausforderungen, unserem (Über-)Leben in der Zukunft und den Lösungen dafür. Damit diese Zukunftsfragen, die jeden angehen, auch jeden erreichen, braucht es nicht nur informierende, sondern vor allem informierte Journalisten. Und zwar in allen Ressorts. Denn Nachhaltigkeit berührt alle Themen und Ressorts – von Politik über Wirtschaft und Gesundheit bis hin zu Reisen – ein echtes Querschnittsthema also.

Darum hat der Verein Netzwerk Weitblick e.V. im Juli 2016 eine Bildungsinitiative für Journalisten gestartet, die realisiert wird in Zusammenarbeit mit Universitäten, Hochschulen, Journalistenschulen, Volontariatsausbildern sowie Weiterbildungseinrichtungen aus Deutschland und Österreich.

Innerhalb von zwei Jahren entwickeln Journalisten aus dem Netzwerk Lehrkonzepte und -materialien für die Aus-, Fort- und Weiterbildung. Zwölf Module sollen erarbeitet und mit den Projektpartnern erprobt werden. Denn es existieren bislang kaum Ausbildungsgänge, die das Querschnittsthema systematisch integrieren, wie Recherchen der Leuphana Universität Lüneburg und des Netzwerks Weitblick ergaben.

„Unser Ziel ist es, Journalisten ein Gespür für das Querschnittsthema Nachhaltigkeit und das Handwerkzeug für die damit verbundenen Fragestellungen, Herausforderungen und Lösungen zu vermitteln – damit sie in ihrem Berufsalltag andere Fragen stellen und aus neuen Perspektiven berichten“, erklärt die Vorstandsvorsitzende Susanne Bergius.

Die Initiative soll Journalisten quer durch alle Ressorts befähigen, Nachhaltigkeit in ihrer Berichterstattung immer mitzudenken, als einen Aspekt von mehreren, nicht stets als Hauptthema. „Journalisten müssen dafür das Handwerkszeug und das Sachwissen haben, um Zusammenhänge zwischen Entwicklungen zu erkennen und richtig einordnen zu können“, erläutert Heike Janßen, im Vorstand für die Qualifizierungsinitiative zuständig. „Zudem geht es um die Fähigkeit, so zu berichten, dass sie ihre Leser, Zuschauer und Zuhörer nicht entmutigen, sondern sie anregen, mit Optimismus an Lösungen zu arbeiten.“

Journalisten sollen informiert sein über ökologisch und sozial verträglichere Wirtschaftsweisen sowie über Modelle für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaften und Ökonomien. Denn als Multiplikatoren haben sie einen erheblichen Einfluss auf die Diskussion, Meinungsbildung und Entscheidungsfindung in Wirtschaft und Gesellschaft, gerade auch zu Zukunftsfragen.

Projektleiter ist der Journalist und Konfliktforscher (MA) Torsten Sewing, der das Querschnittsthema Nachhaltigkeit aus Mediationsprozessen und der Zusammenarbeit von NGOs und Unternehmen kennt.

Die Qualifizierungsinitiative haben Förderer und zahlreiche weitere Mittelgeber ermöglicht. Hier geht es zur Übersicht der Förderer und Unterstützer.